EURORDIS Zugangs-Kampagne Glossar

 

Hier das Glossar von technischen Begriffen die in der EURORDIS Zugangs-Kampagne benutzt werden.


Access with Evidence Development*
Apothekeneinkaufspreis / Apothekeneinstandspreis (AEP)(Pharmacy purchasing price)
Apothekenhonorar (Dispensing fee)
Apothekenspanne (Margin (distributed margin) )
Apothekensteuer (Pharmacy tax)
Apothekenverkaufspreis (Pharmacy retail price)
Arzneimittelausgaben (Pharmaceutical expenditure)
Arzneimittelbudget (Pharmaceutical budget)
Auftragseingänge (Order entry)
Ausgaben-Einfluss-Analyse (Budget impact) analysis
Ausschreibung (Tender)
Beschaffungsvereinbarung (Procurement)
Bevölkerungsgruppenspezifische Erstattung  (Population-group-specific reimbursement)
Bruttoinlandsprodukt (BIP)(Gross domestic product (GDP))
Deckung (Coverage)
Deckung mit Evidenzentwicklung (Coverage with evidence development (CED))
Effektivität / Wirksamkeit (Effectiveness)
Efficiency
Effizienz (Efficacy)
Einzelhändler (Arzneiausgabe)(Retailer (dispensary))
Endverbraucher eines Pharmaprodukts (End users of pharmaceutical)
Erstattung  (Reimbursement)
Erstattungskategorie (Reimbursement category)
Erstattungsmarkt   (Reimbursement market)
Erstattungspreis  (Reimbursement price)
Erstattungssatz (Reimbursement rate)
Erstattungssytem  (Reimbursement scheme)
Fabriksabgabepreis / Herstellerpreis  (Ex-factory price)
Freiwillige Krankenversicherung  (Voluntary health insurance)
Generikasubstitution  (Generic substitution)
Gesetzliche Preisregelung  (Statutory pricing)
Gesundheitsausgabenquote (Health expenditure)
Großhandel  (Wholesale)
Handelsname / Markenname  (Brand name)  Ausgaben-Einfluss (Budget impact)
Health technology
Health technology assessment (HTA)*
Höchstpreis (Maximum price)
Indikationsspezifische Erstattung (Disease-specific reimbursement)
Inoffizielle Zahlungen (Informal payments)
Internationaler Preisvergleich (External price referencing)
Interner Preisvergleich (Internal price referencing )
Kaufkraftparitäten (KKP) (Purchasing power parities)
Kaufpreis  (Purchaser’s price)
Konditionnelle Deckung (Conditional coverage)
Konzerneinkauf (Group purchasing)
Kostenbeteiligung (Cost-sharing)
Kostendämpfung (Cost-containment)
Kosteneffizienz (Cost-effectiveness)
Kostenfreie Arzneiprodukte (Cost-free medicines)
Kosten-Nutzen-Analyse (Cost-benefit analysis)
Kosten-Wirksamkeit-Analyse (Cost-effectiveness analysis (CEA))
Krankenhausapotheke(Hospital pharmacy)
Krankenhausexklusives Arzneimittel (Hospital-only medicines)
Krankenhauspreis (Hospital price)
Krankenversicherung  (Sickness fund)
Leistbarkeit (Affordability)
Leistungsorientierte Vereinbarung  (Performance based agreement)
Listenpreis (List price)
Managed entry agreements*
Maximale Zuzahlung (Out-of pocket maximum)
Mehrwertsteuer MwSt (Value added tax (VAT))
Mengengebundene Preisvereinbarungen  (Price volume agreements)
Mengenkontrolle  (Volume control)
Negativliste (Negative list)
Nutzen-Risiko-Verhältniss (Risk-benefit balance)
Öffentliche Apotheke  (Community pharmacy)
Parallelimport (Parallel trade)
Patient access scheme (PAS)*
Patienten mit hohen Kosten (High-cost patient)
Pay-back*
Performance based health outcome reimbursement schemes*
Performance-linked reimbursement*
Positivliste (Positive list)
Preisbekanntgabe (Price notification)
Preiskontrolle (Price control)
Preiskürzung (Price cut)
Preisobergrenze (Price cap)
Preistopp (Price freeze)
Preistyp (Price type)
Preisverhandlung (Price negotiation)
Prozentuelle Zuzahlung (Percentage co-payment)
Rabatt (Rebate)
Rationaler / Vernünftiger Einsatz vonArzneimitteln (Rational use of medicines)
Referenzpreis (Therapeutic referencing)
Referenzpreissystem / Festbetragssystem (Reference price system (RPS))
Rezeptpflichtiges Arzneimittel (Prescription only medicines)
Rezeptfreies Arzneimittel / nichtverschreibungspflichtiges Arzneimittel
(Over-the-counter medicine)
Risikobeteiligung  (Risk sharing schemes)
Risikoteilung  (Risk-sharing agreement)
Rückforderungsmechanismus (Claw-back)
Selbstbehalt (Fixed co-payment)
Selbstbeteiligung (Out-of pocket payments (OPP))
Selbstkostenpreises (Cost-plus pricing)
Skonto (Discount)
Soziale Krankenversicherung (Social health insurance)
Streichung (E-listing)
Therapeutische Wirksamkeit (Therapeutic benefit)
Transparenzrichtlinie (Transparency directive)
Übermäßige Verschreibung (Over prescribing)
Unentbehrliche Arzneimittel (Essential medicines)
Zahler (Third party payer)
 Zugang (Access /Accessibility)
Zuzahlung (Co-payment)




Rezeptfreies Arzneimittel / nichtverschreibungspflichtiges Arzneimittel
(Over-the-counter medicine)

 

 

Access with Evidence Development (AED)*

Initiative, bei der ein Zahler eine vorläufige finanzielle Förderung für eine bestimmte Technologie oder eine Dienstleistung zum Zweck der Informationsbeschaffung, die spezifische Ungewissheiten betreffend einer Abdeckungsentscheidung verringert, stellt.

Apothekeneinkaufspreis /Apothekeneinstandspreis (AEP) (Pharmacy purchasing price)

Preis, zu dem eine Apotheke Arzneimittel einkauft. Der AEP ergibt sich aus dem Fabrikabgabepreis plus Großhandelsaufschlag. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Apothekenhonorar (Dispensing fee)

Der Apotheker erhält pro Fertigarzneimittelpackung eine Vergütung, anstatt oder zusätzlich zu einem prozentualen Aufschlag. Dieser Fixzuschlag spiegelt die Arbeit, die daran besteht ein  verschriebenes Arzneimittel abzugeben, besser wieder als ein prozentualer Aufschlag, der vom Verkauf von teuren Medikamenten abhängt.

Apothekenspanne  (Margin (distribution margin))

    Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufspreis in Apotheken, ausgedrückt in Prozent des Apothekenverkaufspreises. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Apothekensteuer  (Pharmacy tax)

Steuer, außer Umsatzsteuer, die von einem Staat oder einer Stadt auf den Apothekenverkauspreis erhoben wird.

Apothekenverkaufspreis (AVP) (Pharmacy retail price (prp)

   Preis, zu dem eine Apotheke Arzneimittel verkauft. Der AVP ergibt sich aus dem Apothekeneinkaufspreis plus Apothekenaufschlag. (Quelle:Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Arzneimittelausgaben (Pharmaceutical expenditure)

Ausgaben für Arzneimittel (im stationären und ambulanten Bereich). In manchen Fällen werden Ausgaben für weitere Heilmittel (z. B. Medizinprodukte) hinzugerechnet. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Arzneimittelbudget  (Pharmaceutical budget)

Deckelung des ärztlichen Verordnungsvolumens seitens der Zahler ( Sozialversicherung
oder Nationaler Gesundheitsdienst) innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (üblicherweise ein Jahr). Überschreitungen dieses Budgets können mit Sanktionen verbunden sein, umgekehrt können Arzneimittelbudgets auch mit finanziellen Anreizen verknüpft werden. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Auftragseingänge  (Order entry )

Verfahren in dem eine Arzneimittelverordnung  überprüft wird, um eine Rezeptur vorzubereiten.

Ausgaben-Einfluss (Budget impact)

Ein Budget ist die Schätzung der Einnahmen und Ausgaben für einen bestimmten Zeitraum. Der Ausgaben-Einfluss bezieht sich auf die Gesamtkosten für das gesamte oder einen Teil des Gesundheitswesens, die die Nutzung und Wiedererstattung eines pharmazeutischen Produkts mit sich bringt.

Ausgaben-Einfluss-Analyse (Budget impact analysis (BIA))

Die Effizienzgrenze basiert auf den Kosten, die für die Behandlung eines einzelnen Patienten nötig sind. Um die finanziellen Konsequenzen der Einführung einer bestimmten Innovation abschätzen zu können, sind jedoch auch Informationen über die Gesamtkosten nötig, die auf das System zukommen. Dazu enthalten die Methoden als zusätzliches Element die sogenannte Budget-Impact-Analyse (Ausgaben-Einfluss-Analyse). Darin wird die auf einzelne Patienten bezogene Kosten-Nutzen-Bewertung auf die Gesamtzahl der Patienten mit derselben Erkrankung hochgerechnet. Da es sich um Vorhersagen für die Zukunft handelt, muss man auch hier zwangsläufig mit Unsicherheiten rechnen und die Vorgaben der Abschätzung transparent beschreiben. (Quelle: IIQWIG_Die Analyse von „Effizienzgrenzen“: Methode zur Bewertung von Verhältnissen zwischen Nutzen und Kosten)

Ausschreibung  (Tender )Eine Ausschreibung (auch Submission) ist die öffentliche, schriftliche Aufforderung, Angebote für die in der Ausschreibung genannten Lieferungen oder Leistungen abzugeben

Beschaffungsvereinbarung  (Procurement )

Kauf eines Medizinprodukts durch Behörden. Das pharmazeutische „Procurement“ ist ein komplexer Prozess, der viele Schritte und Teilnehmer einbezieht. Der Kauf wird unter Anbetracht der nationalen Richtlinien und Gesetze und Regelungen durchgeführt, die die Effizienz des Vorgangs hindern oder fördern können. Ein wirksames Procurement  muss sicherstellen das folgende Ziel erreicht werden:  Kauf des kosteneffektivsten Medikaments, Wahl eines zuverlässigen Herstellers von hochwertigen Produkten, Verteilungs-System dass eine zeitliche Lieferung sichert, Prozess der die niedrigsten Kosten mit sich bringt.

Bevölkerungsgruppenspezifische Erstattung  (Population-group-specific reimbursement)

Für bestimmte Bevölkerungsgruppen z. B. Kinder, sozial Schwachen) gelten eigene Schemen,
in denen Arzneimittel voll bzw. in höherem Ausmaß erstattet werden. (Quelle:Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Bruttoinlandsprodukt (BIP) Gross domestic product (GDP)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP), gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und Dienstleistungen, an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden, nach Abzug aller Vorleistungen.] Bei der Berechnung werden Güter, die nicht direkt weiterverwendet, sondern auf Lager gestellt werden, als Vorratsveränderung berücksichtigt.

Deckung  (Coverage)

   Misst in wieweit die Leistungen den potentiellen Bedarf nach diesen Leistungen abdeckt.

Deckung mit Evidenzentwicklung  (Coverage with evidence development (CED))

Binäre Deckungsentscheidung, die davon abhängt, dass Evidenz von zusätzlichen Bevölkerungsanteilen gesammelt wird, um zu entscheiden ob die Deckung fortgeführt, ausgebaut oder abgestellt wird. .

Disease-specific reimbursement (Indikationsspezifische Erstattung)

Die Indikation, in der ein Arzneimittel eingesetzt wird, ist das entscheidende Kriterium, für oder gegen die Erstattung des Arzneimittels. bzw. für die Erstattungshöhe. (Quelle: Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

 

Effektivität / Wirksamkeit  (Effectiveness )

Maß für die Zielerreichung (zwischen einem gesetzten Ziel und dessen Umsetzung), wobei das in der Arzneimittelversorgung gesetzte Ziel idealerweise die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit der Patientinnen/Patienten ist. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Effizienz  (Efficacy)

Bezeichnung für jenen Ansatz / Alternative, die bei einem vorgegebenen Mitteleinsatz den höchsten Zielerreichungsgrad erlangt oder die bei einem vorgegebenen Ziel die geringsten Mittel benötigt (Minimal- bzw. Maximalprinzip). Im Gegensatz zur Effektivität beinhaltet Effizienz die Gegenüberstellung von Kosten (Mitteleinsatz) und Nutzen(medizinischer Output). (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Einzelhändler (Arzneiausgabe)(Retailer (dispensary)

Ein Unternehmen,  das Waren an Kunden verkauft. Im pharmazeutischen Sektor, ist der Einzelhändler die Apotheke oder ein anderer Vertreiber von Medizinprodukten. Überbegriff für alle  Einrichtungen, die Arzneimittel an ambulante Patienten verkaufen/ausgeben: Apotheken, Krankenhausapotheken, Ärzte, Supermärkte usw. In den meisten Ländern unterliegt der Verkauf von Arzneimitteln dem Recht, so können Supermärkte nur eine geringe Anzahl von Arzneimitteln vertreiben.

Endverbraucher eines Pharmaprodukts (End users of pharmaceutical

Endverbraucher sind Patienten, Verbraucher oder Gesundheitsmitarbeiter die direct ein pharmazeutisches Produkt für einen Patienten benutzen 

Erstattung  (Reimbursement)

Ausgaben, z. B. für Heilbehandlungen, Arzneimittel oder Kuraufenthalte – gegebenenfalls abzüglich einer Selbstbeteiligung – werden von der öffentlichen Hand (z. B. Sozialversicherung,  Nationaler Gesundheitsdienst) getragen.

Erstattungskategorie  (Reimbursement category)

Arzneimittel, die für die Erstattung zulässig sind, warden oft in Kategorien eingeordnet, wie zB Verabreichungsweg (orale Einnahme usw), Hauptindikation (Krebs, Kinderheilkunde usw), ATC Stufe, Klassifizierung (Krankenhauspflicht usw). In vielen Ländern werden unterschiedliche Erstattungssätze für verschiedene Erstattungskategorien festgesetzt.

Erstattungsmarkt   (Reimbursement market )

Der Erstattungsmarkt ist ein Teilmarkt, in dem ein Drittzahler ein Medikament erstattet

Erstattungspreis  (Reimbursement price )

Der maximale Betrag, der von einem Zahler übernommen wird. Es können Ausgaben in der Höhe des gesamten Preises oder anteilig ertragen werden. Der Betrag der Erstattung kann entweder der volle Erstattungspreis sein, wie zB in £Österreich, oder ein Prozentsatz (wie zB in Dänemark). In einem Festbetragssystem ist der Betrag der Erstattung niedriger als der Preis des Arzneimittels, so dass der Patient den Unterschied privat oder über eine Zusatzversicherung selber zahlen muss.

Erstattungssatz (Reimbursement rate )

Jener Anteil, der von der öffentlichen Hand (Sozialversicherung / Nationaler Gesundheitsdienst) übernommen wird. Der Differenzbetrag zum Apothekenverkaufspreis Publikumspreis) muss von der Patientin / dem Patientenaus eigener Tasche bezahlt werden. (Quelle : Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Erstattungssytem  (Reimbursement scheme)

Erstattung-System dass das den Großteil der Bevölkerung in einem Land deckt. In einigen Ländern wird es auch „allgemeine“ Erstattung genannt.  

Fabriksabgabepreis / Herstellerpreis  (Ex-factory price )

  Preis, zu dem ein pharmazeutisches Unternehmen Arzneimittel und andere Produkte anbietet und abgibt. (Quelle: Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Freiwillige Krankenversicherung  (Voluntary health insurance )

Die freiwillige Krankenversicherung nach § 9 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) ermöglicht es in Deutschland Erwerbstätigen, die nichtversicherungspflichtig sind, sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse zu versichern. So haben z. B. Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2015: 54.900 €) die Wahl, sich freiwillig bei einer Krankenkasse oder einem Privaten Krankenversicherer zu versichern. (Quelle: wikipedia)

Generikasubstitution  (Generic substitution )

  Abgabe eines Generikums (oder eines parallelimportierten Arzneimittels) anstelle des Originalpräparates. Man unterscheidet zwischen analoger und originaler Substitution. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Gesetzliche Preisregelung  (Statutory pricing )

System in dem Preise für Arzneimittel gesetzlich festgelegt werden

Gesundheitsausgabenquote  (Health expenditure )

   Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt. Die Gesundheitsausgaben sind die Summe aller Ausgaben die dazu dienen Gesundheit zu fördern und Krankheiten zu vermeiden; Krankheiten zu heilen und die vorzeitige Mortalität zu verringern; Versorgung von Menschen mit chronischen Krankheiten; Versorgung von Menschen mit Behinderungen die Pflegebedürftig sind; Verwaltung des Gesundheitswesens; Verwaltung von Gesundheitsprogrammen und Krankenversicherung. Gesundheitsausgaben schließen Personalkosten ein (Heilbehandlung, rehabilitativen Pflege, Langzeit Pflege,  andere Nebenleistung zur medizinischen Versorgung, medizinische Produkte) und die Ausgaben für die öffentliche Gesundheit (Prävention, öffentliches Gesundheitswesen, Verwaltung und Versicherung). Gesundheitsausgaben können unterteilt werden in Ausgaben der öffentlichen Hand (regionale und nationale Behörden und Sozialversicherung) und
und Private Ausgaben. Privatausgaben schließen Selbstbeteiligung und Kostenbeteiligung, private Versicherung, Stiftungen und die Arbeitsmedizin.

Großhandel  (Wholesale)

Großhandel bezeichnet Handel, in dem Marktteilnehmer Waren, die sie in der Regel nicht selbst be- oder verarbeiten (Handelswaren), von Herstellern oder anderen Lieferanten beschaffen und an Wiederverkäufer, Weiterverarbeiter, gewerbliche Verwender (z. B. Behörden, Bildungsstätten) oder an sonstige Institutionen (z. B. Kantinen, Vereine), jedoch nicht, oder nicht primär, an private Haushalte, absetzen. In der amtlichen Statistik wird eine Unternehmung oder ein Betrieb dann dem Großhandel zugeordnet, wenn aus der Großhandelstätigkeit eine größere Wertschöpfung resultiert als aus einer zweiten oder mehreren sonstigen Tätigkeiten. Arzneimittelgrosshändler müssen permanent eine ausreichende Menge von medizinischen Produkten garantieren können, die den Anforderungen einer bestimmten Region entsprechen.  [Quelle: Richtlinie 2001/83/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. November 2001 zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Humanarzneimittel]

Handelsname / Markenname  (Brand name)  Bezeichnung für ein Arzneimittel, mit dem es in einer spezifischen Verpackung auf den Markt gebracht wird. Dieser Name kann eine geschützteHandelsmarke sein.  (Quelle: Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Health technology assessment (HTA)*

Analyse und Bewertung von Leistungen der Gesundheitsversorgung (z. B. Arzneimittel, Instrumente, Eingriffe und Verfahren) hinsichtlich ihrer Wirksamkeit sowie ihrer gesundheitsökonomischen und sozialen Auswirkungen. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Höchstpreis  (Maximum price)

Dieser Begriff wird in verschiedenen Ländern unterschiedlich ausgelegt. In einigen Ländern, ist es der höchste Preis der erstattet wird, in anderen der höchste Kostenanteil der von dritten Zahler zurück erstattet wird (Referenz Preis System)

Inoffizielle Zahlungen (Informal payments )

Inoffizielle Zahlungen sind Zahlungen in Bar oder Sachleistungen, die an Gesundheitsmitarbeiter, außerhalb der offiziellen Zahlungen  für deren Leistungen gemacht werden. Im Allgemeinen werden diese Zahlungen von Patienten gemacht.

Internationaler Preisvergleich  (External price referencing )

    Bei der Preisbildung eingesetzte Methode, bei der die Preise eines Arzneimittels in mehreren Ländern herangezogen und verglichen werden, um einen Referenzpreis (Benchmark) zu erhalten. (Quelle: Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Interner Preisvergleich  (Internal price referencing )

    Methode, bei der Preise von identischen Arzneimitteln ähnlichen und / oder therapeutisch gleichwertigen Produkten innerhalb eines Landes verglichen werden. Dies kann als Entscheidungsgrundlage für die Preisbildung und / oder Erstattung dienen.. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Kaufkraftparitäten (KKP) (Purchasing power parities)

Kaufkraftparität ist ein Begriff der makroökonomischen Analyse. Die KKP zwischen zwei geographischen Räumen im gleichen Währungsraum liegt dann vor, wenn Waren und Dienstleistungen eines Warenkorbes für gleich hohe Geldbeträge erworben werden können. Werden zwei unterschiedliche Währungsräume verglichen, so werden die Geldbeträge durch Wechselkursevergleichbar gemacht. In diesem Fall herrscht die Kaufkraftparität vor, wenn die unterschiedlichen Währungen durch die Wechselkurse dieselbe Kaufkraft haben und man somit denselben Warenkorb kaufen kann. Wenn Kaufkraftparität zwischen zwei Ländern herrscht, so entspricht der nominale dem realen Wechselkurs. (Quelle: Wikipedia)

Kaufpreis  (Purchaser’s price )

Preis den der Käufer für eine bestimmte Ware oder Dienstleistung zu einer gegeben Zeit bezahlt.

Konditionnelle Deckung (Conditional coverage)

Schemata in denen eine Deckung der Kosten garantiert ist,  unter der Bedingung dass ein Datenerhebungsprogramm besteht.

Konzerneinkauf  (Group purchasing )

    Bildung einer Allianz von mehreren Käufern, um den Preis auf der Basis einer grösseren Menge zu verhandeln. Diese  enthält die Großmengenbeschaffungen durch ein Ausschreibungssystem, auf regionaler oder nationaler Ebene.

Kostenbeteiligung  (Cost-sharing )

Die Versicherten müssen sich an den Kosten der erbrachten Leistungen beteiligen. Diese Beteiligung besteht aus einem jährlichen fixen Betrag (Franchise) und einem Prozentsatz der diese Franchise übersteigenden Kosten (Selbstbehalt). (Quelle: BAG)

Kostendämpfung  (Cost-containment )

Als Kostendämpfungspolitik werden Maßnahmen zur Ausgabenbegrenzungen und Leistungskürzungen ohne gleichzeitige Strukturreformen im Gesundheitswesen bezeichnet. 
Instrumente:

  • Plafondierung („Deckelung“) und Budgetierung von Leistungsausgaben im Rahmen der Grundlohnentwicklung,
  • Einführung von Wirtschaftlichkeitsprüfungen und verbesserte Leistungstransparenz,
  • Ausgrenzung von Leistungen (zum Beispiel Negativliste nicht erstattungsfähiger Arzneimittel),
  • Selbstbeteiligung der Patienten an den Behandlungskosten (unter anderem Rezeptblattgebühr, Zuzahlungen bei Zahnersatz, verringerte Zuschüsse für Badekuren),
  • Erweiterung des beitragspflichtigen Einkommens der Versicherten (zum Beispiel Weihnachtsgeld)

Kosteneffizienz   (Cost-effectiveness )

    Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine Behandlung wird kosteneffizient gennant, wenn sie einen gröberen Nutzen für die Gesundheit bringt als wenn die Ausgaben anders genutzt worden wären

Kostenfreie Arzneiprodukte (Cost-free medicines )

   Kostenfreie Arzneimittel sind Produkte die Krankenhausapotheken kostenfrei geliefert werden (z.B. vom Großhändler oder Pharmaunternehmen an Krankenhausapotheken)

Kosten-Nutzen-Analyse  (Cost-benefit analysis )

Bei dieser Nutzenbewertung wird mithilfe von Methoden der evidenzbasierten Medizin überprüft, ob ein Arzneimittel einen ausreichend zuverlässig nachgewiesenen zusätzlichen Nutzen gegenüber einer Alternative hat. Maßstab des Zusatznutzens sind dabei immer sogenannte patientenrelevante Vorteile. (Quelle: IIQWIG_Die Analyse von „Effizienzgrenzen“: Methode zur Bewertung von Verhältnissen zwischen Nutzen und Kosten)

Kosten-Wirksamkeit-Analyse (Cost-effectiveness analysis (CEA))

Kosten-Wirksamkeit-Analyse ist ein Überbegriff für verschiedene Analysen, die Wirksamkeit  und Kosten vergleichen. Kosten- Wirksamkeit -Analysen werden in zahlreichen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge zur Entscheidungsunterstützung eingesetzt.
Im Gesundheitswesen werden Kosten in Geldeinheiten gerechnet, und Wirksamkeit in Einheiten wie gewonnen Lebensjahre, qualitätskorrigiertem Lebensjahre (QALY) oder Fälle in denen Krankheit vorgebeugt wurde.

Krankenhausapotheke (Hospital pharmacy)

Apotheke, die einem Krankenhaus zugehörig ist. Primäre Aufgabe der Krankenanstaltsapotheke ist die Versorgung der Patientinnen/Patienten in dem Krankenhaus mit Arzneimitteln. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Krankenhausexklusives Arzneimittel  (Hospital-only medicines (HOM)

 Arzneimittel, das ausschließlich in Krankenanstalten verabreicht werden darf. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Krankenhauspreis  (Hospital price)

   Preis den Krankenhäuser oder Krankenhausapotheken für ein bestimmtes Arzneimittel zahlen. Der Krankenhauspreis entspricht oft dem  Apothekeneinkaufspreis und kann Umsatzsteuer beinhalten.

Krankenversicherung  (Sickness fund )

Eine Krankenversicherung (KV) erstattet den Versicherten voll oder teilweise die Kosten für die Behandlung bei Erkrankungen, bei Mutterschaft und oft auch nach Unfällen. In einigen Ländern, wie Österreich, gibt es mehrere Krankenversicherungen, in Deutschland sind die verschiedenen Krankenkassen im Wettbewerb. Einige Krankenversicherungen arbeiten auf regionaler Ebene, während andere auf bestimmte Berufsgruppen spezialisiert sind.

Leistbarkeit (Affordability)

Indikator zur Bestimmung, ob und in welchem Maße eine Person oder Gemeinschaft über Mittel verfügt, um Arzneimittel oder andere Güter und Dienstleistungen zu erwerben.  (Quelle: Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Leistungsorientierte Vereinbarung  (Performance based agreement)

 Vereinbarung zwischen einem Zahler und einem Pharmaunternehmen, Hersteller von Medizinprodukten oder Diagnosehersteller, bei dem der Preis von der zukünftigen Leistung in der Forschung oder im wirklichen Leben abhängt.

Listenpreis (List price)

Der Listenpreis ist der in einer Liste aufgeführte Preis für ein Produkt. Es kann sich hierbei entweder um eine unverbindliche Preisempfehlung oder, im Falle einer Preisbindung, um einen Festpreis handeln. Ein nicht gebundener Listenpreis ist oft noch verhandelbar und kann durch SkontoRabatte u. Ä. gemindert werden. Bei für den Endkunden bestimmten Preislisten enthält er normalerweise die gesetzliche Umsatzsteuer, für den Groß- und Einzelhandel meist nicht

Managed entry agreements (Managed entry agreements)

Eine Vereinbarung zwischen dem Hersteller und dem Zahler, die den Zugang zu  (Erstattung, Deckung) einer Gesundheitstechnik für eine bestimmte Krankheit ermöglicht. Diese Vereinbarung kann verxchiedene Mechanismen benutzen, die eine Ungewissheit betreffend einer Leistung einer Technologie, oder die Einführung von Technologien angehen, um eine wirksame Nutzung zu erreichen, oder den Ausgaben-einfluss zu begrenzen.

Maximale Zuzahlung (Out-of pocket maximum)

 Der Höchstbetrag (zB ein bestimmter Prozentsatz des Einkommens) den ein Versicherter für alle abgedeckten Gesundheitsdienstleistungen zahlen muss, über eine bestimmte Periode (oft ein Jahr)

Mehrwertsteuer MwSt (Value added tax (VAT)

Eine Mehrwertsteuer (MwSt.) ist eine auf mehreren Stufen der Wertschöpfung erhobene Steuer, für deren Festsetzung die Einnahmen von Unternehmen mit Ausgaben der Unternehmen verrechnet werden. Die Mehrwertsteuer von Arzneimitteln ist oft geringer als die allgemeine Mehrwertsteuer.

Mengengebundene Preisvereinbarungen  (Price volume agreements)

Der Preis eines Arzneimittels wird von Behörden und Pharmaunternehmen auf der Basis des Verkausfsprognose festgelegt. Falls die Verkaufsmenge höher ist als die Prognose, wird im Allgemeinen der Preis  nach unten korrigiert.

Mengenkontrolle  (Volume control)

Maßnahme von Behörden (zB Staat, Zahler) oder anderen Akteuren (zB Krankenhäuser) um die Menge der verschriebenen Medikamente zu beschränken.    

Negativliste  (Negative list )

Taxative Auflistung von Arzneimitteln, die nicht in die Erstattung aufgenommen werden. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Nutzen-Risiko-Verhältniss (Risk-benefit balance)

Das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Arzneimittels ist das Verhältnis der Wirksamkeit bei der Behandlung einerseits und allen möglichen Risiken im Zusammenhang mit der Qualität, Sicherheit oder Wirksamkeit des Arzneimittels andererseits. Dieses Verhältnis ist von zentraler Bedeutung für die Entscheidung über die Zulassung des Arzneimittels.[7] Dabei reicht der Begriff Nutzen-Risiko-Verhältnis weiter als der Begriff der Unbedenklichkeit, da nicht nur die Risiken für den Patienten, sondern auch für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt zu berücksichtigen sind.

Öffentliche Apotheke  (Community pharmacy)

Apotheken, die Arzneimittel an Patientinnen/Patienten im niedergelassenen Bereich abgeben. Apotheken unterliegen der Arzneimittelgesetzgebung (d.h. nationaler Gesetzgebung in Bezug auf die Gründung und Eignung von Apotheken). In vielen Ländern sind öffentliche Apotheken private Einrichtungen, aber es gibt auch staatliche Apotheken. Stationäre Patienten bekomen Arzneimittel von der Krankenhausapotheke oder Arzneimittellagern; in einigen Fällen können Krankenhausapotheken auch als öffentliche Apotheken dienen. (Quelle : Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Parallelimport  (Parallel trade)

Import von Arzneimitteln – außerhalb des offiziellen Vertriebskanales des Herstellers - aus Ländern mit niedrigem Arzneimittelpreisniveau in solche mit hohem Arzneimittelpreisniveau.
Ungefähr 100 Parallelimporteure, mit etwa 12.000 Angestellten (5.000 in Groß Britannien) nehmen daran teil. Die gröberen Firmen werden in der EU vom Wirtschaftsverband European Association of Euro-Pharmaceutical Companies (EAEPC) vertreten, aber es gibt viele andere Firmen über die man weniger weiß.

Patient access scheme (PAS) *

  PAS sind Programme die Pharmaunternehmen vorschlagen können, um einem Patienten den Zugang zu einem sehr teuren Arzneimittel zu ermöglichen. Sie werden vom Pharmaunternehmen vorgeschlagen und vom Gesundheitsministerium und dem Pharmaunternehmen vereinbart.

Patienten mit hohen Kosten (High-cost patient )

    Ein Patient dessen Zustand sehr grosse Kosten verursacht oder der erhöht viele technische und menschliche Ressourcen benötigt.

Pay-back*

Kostensparmassnahme; finanzieller Mechanismus bei dem ein Hersteller einen Teil seiner Einnahmenn einen Zahler abgeben muss, wenn die Verkäufe einen vorher ausgemachten Satz überschreiten.   

Performance based health outcome reimbursement schemes*

Vereinbarung zwischen Zahlern und Herstellern von Medizinprodukten, bei der der Preis, Höhe und Art der Erstattung vom zukünftigen Maß der klinischen Endpunkte, im Zusammenhang mit Lebensqualität oder Quantität,  abhängen. Diese wurden geschaffen, um Patienten den Zugang zu neuen und potential optimalen Gesundheitstechnologien zu ermöglichen, unter Bedingungen großer Ungewissheit und Kostendruck.

Performance-linked reimbursement*

Systeme, in denen die Erstattung für ein Produkt von der Messung klinischer Ergebnisse im wirklichen Leben, abhängig gemacht wird.

Positivliste  (Positive list )

    Taxative Auflistung von Arzneimitteln, die von der öffentlichen Hand (Sozialversicherung
oder Nationaler Gesundheitsdienst) nach bestimmten Kriterien erstattet werden.(Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Preisbekanntgabe  (Price notification )
Preisbildungsverfahren, bei dem einem Pharmaunternehmen  Behörden über den Preis eines Arzneimittels offiziell verständigt.    

Preiskontrolle (Price control

Preisgestaltung die der Regierung ermöglicht, den Preis für ein Arzneimittel festzusetzen oder direkt zu beeinflussen. Das Gegenteil der freien Preisgestaltung.

Preiskürzung  (Price cut )

    Kostendämpfungsmaßnahmen, bei welcher der Preis eines Arzneimittels
von der zuständigen Behörde gesenkt wird. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Preisobergrenze  (Price cap )

 Kostendämpfungsmaßnahmen, bei der vorab der Höchstpreis für ein Arzneimittel festgesetzt wird, wobei die Inflationsrate und Produktionskosten berücksichtigt werden. Unternehmen dürfen einen  Preis  unterhalb diser Grenze wählen, dafür nehmen die behörden keine weiteren Kontrollen der Unternehmensdaten vor.

Preistopp  (Price freeze)

Eine geläufige Methode der Kostendämpfung. Der Preis eines Arzneimittels werden auf einem bestimmten Niveau festgelegt, im Allgemeinen für eine bestimme Zeit. Preistopps werden manchmal von Pharmaunternehmen und Behörden vereinbart, aber meistens unterliegen sie der Rechtsordnung.

Preistyp  (Price type)

 Preisstufe eines Arzneimittels. Es gibt folgenden Preistypen: Herstellerpreis, Apothekeneinkauspreis, Aopthekenverkaufspreis.

Preisverhandlung  (Price negotiation)

Methode zur Preisbildung. Im Falle von Arzneimittelpreisen stehen sich üblicherweise das pharmazeutische Unternehmen und der Zahler / Käufer gegenüber Sozialversicherung, Nationaler
Gesundheitsdienst, Krankenanstalten). (Quelle: Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Prozentuelle Zuzahlung  (Percentage co-payment )

    Patientinnen/ Patienten beteiligen sich anteilig an den Ausgaben, die öffentliche Hand übernimmt die verbleibenden Ausgaben. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Rabatt (Rebate)

Ermäßigung die der Käufer nach Geschäftsabschluss erhält. Apotheken können zB einen Rabatt von einem Großhändler bekommen, der auf einer Verkaufszahl basiert, oder auch auf dem gesamt Einkauf von diesem Händler für einen bestimmen Zeitraum. Dies beeinflusst nicht den Preis den der Patient zahlt.

Rationaler / Vernünftiger Einsatz vonArzneimitteln  (Rational use of medicines)

Adäquate An- und Verwendung von Arzneimitteln, um Patienten mit dem passenden Arzneimittel in der richtigen Dosis zur adäquaten Zeit und zu den niedrigsten Kosten zu versorgen. (Quelle: Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Referenzpreis (Therapeutic referencing )

Bei der Preisbildung eingesetzte Methode, bei der die Preise eines Arzneimittels oder ähnlichem Produkt (ATC 4 Stufe)  in mehreren Ländern herangezogen und verglichen werden, um einen  Referenzpreis (Benchmark) zu erhalten.

Referenzpreis (Therapeutic referencing)

Bei der Preisbildung eingesetzte Methode, bei der die Preise eines Arzneimittels oder ähnlichem Produkt (ATC 4 Stufe)  in mehreren Ländern herangezogen und verglichen werden, um einen  Referenzpreis (Benchmark) zu erhalten.

Referenzpreissystem / Festbetragssystem (Reference price system (RPS)

Zahler (Sozialversicherung bzw. Nationaler Gesundheitsdienst) legen für eine Gruppe vergleichbarer Arzneimittel Referenzgruppe) einen maximalen Erstattungsbetrag – den Referenzpreis / Festbetrag – fest. Bei Erwerb eines Arzneimittels im Referenzpreissystem muss der / die Versicherte die Differenz zwischen dem Referenzpreis und dem tatsächlichen Apothekenverkaufspreis / Publikumspreis des Arzneimittels selbst bezahlen, eben allfälligen Selbstbeteiligungen. In der Praxis unterscheiden sich Referenzpreissysteme hinsichtlich der Methodik zur Bestimmung der Referenzgruppen und des Referenzpreises. (Quelle : Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)
Rezeptfreies Arzneimittel / nichtverschreibungspflichtiges Arzneimittel
(Over-the-counter (OTC) medicine (over-the-counter product)
Arzneimittel, das ohne Vorlage einer ärztlichen Verordnung / Verschreibung an Patientinnen/Patienten abgegeben werden darf. Einige dieser rezeptfreien Arzneimittel können in bestimmten Fällen in einigen Ländern erstattet werden. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Rezeptpflichtiges Arzneimittel (Prescription only medicines )

Arzneimittel, das nur auf ärztliche Verordnung / Verschreibung abgegeben werden darf. (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Risikobeteiligung  (Risk sharing schemes )

Überbegriff für Vereinbarungen, die eine Aufteilung der Behandlungskosten (z. B. medikamentöse Therapie) zwischen Anbietern, Leistungserbringern und / oder den Trägern der Kosten vorsehen. Eine typische Ausprägung ist, dass Hersteller von Arzneimitteln mit dem Zahler (z. B. Krankenkasse) oder
Leistungserbringer (z. B. Krankenhaus) eine Preis- oder Umsatzobergrenze für ein bestimmtes, zumeist kostenintensives Arzneimittel vereinbaren oder übereinkommen, dass die Arzneimittel nur
dann bezahlt werden, wenn sie nachweislich (z. B. Veränderung bestimmter Laborparameter) wirken. (Quelle : Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Risikoteilung  (Risk-sharing agreement)

Vereinbarung zwischen Behörde und Hersteller, die den Preis eines Arzneimittels von einem bestimmten Risiko abhängig macht. Das Risiko kann eine falsche Nutzung sein(Überverschreibung im Vergleich zu einer bestimten Bevölkerungsgruppe oder falsche Dosierung) oder kann mit dem Kost-Leistungsverhältnis dass der Hersteller angibt, zusammen hängen.

Rückforderungsmechanismus (Claw-back )

    Ein System das Drittzahlern erlaubt, einen Teil der Rabatte, die in einem Erstattungssytem zwischen verschiedenen Teilnehmer, zB Großhändler und Apotheken, bewilligt wurden, hereinzuholen.

Selbstbehalt  (Fixed co-payment )

 Zuzahlung eines bestimmten Betrags (z. B. Rezeptgebühr) (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Selbstbeteiligung  (Out-of pocket payments (OPP)

Finanzielle Beteiligung der Versicherten an den Aufwendungen, die bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen (z. B. Arzneimittel) entstehen. Die konkrete Ausgestaltung (prozentueller
Anteil oder Festbetrag) variiert von Land zu Land. Unterschiedliche Formen  :
Selbstbehalt: Zuzahlung eines bestimmten Betrags (z. B. Rezeptgebühr)
Prozentuelle Zuzahlung: Patientinnen/ Patienten beteiligen sich anteilig an den Ausgaben, die öffentliche Hand übernimmt die verbleibenden Ausgaben
Abzugsfranchise: Eine Zuzahlung in einer bestimmten Höhe, die die/der Versicherte entweder für eine bestimmte Leistung oder innerhalb
eines bestimmten Zeitraums bezahlen muss. Sobald dieser Selbstbehalt geleistet wurde, übernimmt die öffentliche Hand die weiteren darüber hinausgehenden Ausgaben.  (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Selbstkostenpreises  (Cost-plus pricing )

    Eine Preisprozedur bei der ein “angemessener „Preis berechnet wird, der auf Basis der Kosten für Produktion, Werbung, Forschung und Entwicklung, Verwaltung, Overhead und Gewinn

Skonto  (Discount )

    Eine Preisreduzierung die einem bestimmten Käufer für ein pharmazeutisches Produkt utner bestimmten Umständen zugestanden wird.

Soziale Krankenversicherung (Social health insurance)

Teilbereich der Sozialversicherung, in dem die medizinische Versorgung im Krankheitsfall sichergestellt wird (ohne dass dies von den bezahlten Beiträgen abhängig gemacht wird). Ausgaben für
Gesundheitsleistungen (z. B. Medizinische Behandlungen, Arzneimittel) werden von den Krankenkassen / Krankenversicherungsträgern für anspruchsberechtigte Personen erstattet. (Quelle : Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Streichung  (E-listing )

Herausnahme eines Arzneimittels aus der Positivliste. Im Allgemeinen mit dem Verlust der Erstattungsfähigkeit gleichzusetzen

Therapeutische Wirksamkeit  (Therapeutic benefit)                                                

Therapeutische Wirksamkeit oder Medizinische Wirksamkeit bezeichnet das Vermögen einer therapeutischen Maßnahme, den Verlauf einer Krankheit günstig zu beeinflussen. Fachsprachlich wird unterschieden zwischen der Wirksamkeit unter besonderen kontrollierten Bedingungen, wie z. B. in einem optimierten medizinischen Umfeld für definierte Zielgruppen – auf Englisch der efficacy – und der "Alltagswirksamkeit" im jeweiligen realen Umfeld, so z. B. Bei erweiterten Indikationen, inhomogenen Zielgruppen oder in einem medizinischen Umfeld mit geringeren Ressourcen – auf Englisch effectiveness oder outcome. Nicht einheitlich und nicht immer klar abgegrenzt werden auch die Begriffe "klinische Wirksamkeit" oder "klinische Effektivität" für den erstgenannten Fall benutzt. (Quelle: wikipedia)

Transparenzrichtlinie (Transparency directive)

 Richtlinie 89/105/EEC (vom 21. Dezember 1988) betreffend die Transparenz von Maßnahmen zur Regelung der Preisfestsetzung bei Arzneimitteln für den menschlichen Gebrauch und ihre Einbeziehung in die staatlichen Krankenversicherungssysteme

Übermäßige Verschreibung (Over prescribing )

   Wen ein Arzt mehr Arzneimittel al sein anderer, vergleichbarer Arzt, verschreibt. (mit einer ähnlichen Patientengruppe und in der gleichen Region) Die Erfassung von übermäßigen Verschreibungen ist besonders wichtig, wenn der Arzt ein Arzneimittelbudget erhalten hat.

Unentbehrliche Arzneimittel (Essential medicines )

Unentbehrliche Arzneimittel (WHO-Bezeichnung Essential Medicines, deutsch auch unverzichtbare Arzneimittel, unerlässliche Arzneimittel) sind nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) solche Arzneistoffe, die benötigt werden, um die dringlichsten Bedürfnisse der Bevölkerung zur medizinischen Versorgung zu befriedigen. Sie sollen in einem Gesundheitssystem in adäquater Menge, richtiger Dosierungsform, guter Qualität und zu einem für den Patienten erschwinglichen Preis verfügbar sein

Zahler (Third party payer)                                                                                                                      

Öffentliche oder private Institution (z. B. Versicherung), die für Gesundheitsausgaben der Begünstigten aufkommt. Die Begünstigten bezahlen im Allgemeinen Beiträge / Prämien (bei Privatversicherungen und bei manchen Sozialversicherungen

Zugang (Access /Accessibility)

Direkte und dauerhafte Möglichkeit für alle Menschen, ohne Barrieren oder Diskriminierung
notwendige Arzneimittel und medizinische Versorgung zu erhalten.
Der Zugang wird u.a. von folgenden Komponenten bestimmt:  Verfügbarkeit von medizinischen Leistungen, Standort der Versorgung, Transport, Öffnungszeiten und Kosten der Versorgung. Barrieren können finanziell sein, geographisch (Weg zum Leistungsbringer), organisatorisch (kein Leistungsbringer) und soziologisch (Diskriminierung, Sprachenbarriere) Quelle: (Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

Zuzahlung  (Co-payment )

Finanzielle Beteiligung der Versicherten an den Aufwendungen, die bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen (z. B. Arzneimittel) entstehen. Die konkrete Ausgestaltung (prozentueller Anteil oder Festbetrag) variiert von Land zu Land. (Quelle: Pharma Glossar, Gesundheit Österreich GmbH)

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Page last updated: 22/06/2016
 
 
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